Passfoto in Österreich: Größe, Vorgaben und wie lange es gültig ist

Tatiana Weber Fotografie

Wer in Österreich einen Reisepass, einen Personalausweis oder einen Führerschein beantragt, braucht ein Passfoto, das den offiziellen Passbildkriterien entspricht. Die Vorgaben betreffen Format, Kopfgröße, Licht und Hintergrund, und schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass die Behörde das Foto ablehnt. Hier findest du alle Vorgaben an einem Ort, dazu die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest.

Wofür du in Österreich ein Passfoto brauchst

Ein biometrisches Passfoto wird vor allem für den Reisepass, den Personalausweis und den Führerschein verlangt. Maßgeblich sind die Passbildkriterien, die auf https://www.oesterreich.gv.at/de/lexicon/P/Seite.991253 veröffentlicht sind. Für andere Dokumente fragst du am besten direkt bei der zuständigen Stelle nach, welches Foto sie brauchen.

Wird ein Foto abgelehnt, heißt das: neues Foto, neuer Weg zur Behörde, mehr Zeit. Deshalb lohnt es sich, die Vorgaben vorher zu kennen.

Passfoto-Größe in Österreich: 35 x 45 mm

Das Passfoto muss 35 mm breit und 45 mm hoch sein, also 3,5 x 4,5 cm im Hochformat. Das ist das Format für alle gängigen österreichischen Ausweisdokumente.

Was das Format für den Kopf bedeutet

Der Kopf muss etwa zwei Drittel des Bildes einnehmen. Gemeint ist der ganze Kopf vom Kinn bis zum Scheitel. Der Augenabstand muss mindestens 8 mm betragen.

In der Praxis heißt das: Der Kopf darf weder zu klein sein, sodass viel Hintergrund zu sehen ist, noch so groß, dass Scheitel oder Kinn abgeschnitten werden. Genau an diesem Punkt scheitern viele Fotos aus dem Automaten oder vom Handy.

Biometrische Vorgaben: Haltung, Ausdruck, Hintergrund, Licht

Ein biometrisches Passfoto muss so aufgenommen sein, dass die Person eindeutig erkennbar ist. Die österreichischen Passbildkriterien legen dafür diese Punkte fest.

Kopfhaltung und Blick

Das Foto ist eine Frontalaufnahme: Der Kopf ist gerade, nicht geneigt und nicht gedreht. Die Augen sind offen, gut sichtbar und nicht von Haaren verdeckt.

Gesichtsausdruck

Der Gesichtsausdruck ist neutral, der Mund geschlossen. Ein breites Lächeln oder sichtbare Zähne gehen nicht.

Hintergrund

Der Hintergrund ist einfärbig und hell, ideal ist Grau. Er hat kein Muster und hebt sich deutlich von Gesicht und Haaren ab. Auf dem Foto ist nur die fotografierte Person zu sehen, keine anderen Personen und keine Gegenstände.

Licht und Bildqualität

Das Gesicht ist gleichmäßig ausgeleuchtet, ohne Schatten und ohne Spiegelungen. Das Foto ist in allen Bereichen scharf, kontrastreich und zeigt natürliche Hauttöne. Rote Augen sind nicht erlaubt.

Farbe und Papier

Das Foto muss in Farbe sein und auf glattem, glänzendem Papier ohne Oberflächenstruktur gedruckt werden. Knicke, Kratzer oder Verschmutzungen führen zur Ablehnung.

Wie alt darf ein Passfoto sein?

Das Passfoto darf nicht älter als sechs Monate sein. Außerdem musst du darauf eindeutig zu erkennen sein.

Das zweite ist genauso wichtig wie das erste. Hat sich dein Aussehen deutlich verändert, etwa durch eine neue Frisur, einen Bart oder bei Kindern einfach durchs Wachsen, ist ein neues Foto sinnvoll, auch wenn das alte noch keine sechs Monate alt ist.

Ein praktischer Tipp: Wenn du mehrere Dokumente erneuern musst, lass die Passfotos gesammelt machen und beantrage die Dokumente innerhalb dieser Frist. Passfotos beim Fotografen in Wien

Häufige Gründe, warum ein Passfoto abgelehnt wird

Die meisten Ablehnungen haben dieselben Ursachen:

  • Falsches Format: nicht exakt 35 x 45 mm oder unsauber zugeschnitten
  • Falsche Kopfgröße: Kopf zu klein, oder Scheitel und Kinn abgeschnitten
  • Unpassender Hintergrund: bunt, gemustert, zu dunkel oder mit Schatten
  • Schlechte Bildqualität: unscharf, zu wenig Kontrast, Schatten im Gesicht, rote Augen
  • Falsche Haltung: Kopf geneigt oder gedreht, Blick an der Kamera vorbei
  • Verdecktes Gesicht: Haare vor den Augen, Hände oder andere Personen im Bild
  • Spiegelungen: auf der Brille oder auf glänzender Haut
  • Falscher Ausdruck: Lächeln mit Zähnen, offener Mund
  • Falsches Papier: matt, strukturiert oder in Schwarzweiß
  • Veraltetes Foto: älter als sechs Monate oder nicht mehr ähnlich

Sonderfälle: Brille, Kopfbedeckung, Kinder und Babys

Brille

Eine Brille ist erlaubt, solange die Augen klar und deutlich zu sehen sind. Spiegelungen auf den Gläsern und ein Rahmen, der die Augen verdeckt, führen oft zur Ablehnung. Wenn du unsicher bist, mach zur Sicherheit auch eine Aufnahme ohne Brille.

Kopfbedeckung

Eine Kopfbedeckung aus religiösen Gründen ist zulässig. Das Gesicht muss dabei gut erkennbar bleiben und sollte nicht verschattet sein.

Kinder und Babys

Auch für Kinder gilt: Auf dem Foto ist nur das Kind zu sehen, keine Hände der Eltern, kein Spielzeug. Bei kleinen Kindern und Babys ist das die eigentliche Herausforderung, denn sie sollen gerade in die Kamera schauen, vor einem hellen, einfarbigen Hintergrund. Mit Geduld und einem ruhigen Moment klappt das am besten. Ob für Babys im Einzelfall Ausnahmen gelten, klärst du am besten direkt bei der Behörde.

Automat, App oder Fotograf: was wann Sinn macht

Fotoautomat

Schnell und ohne Termin. Licht, Kopfgröße und Hintergrund kannst du dort aber kaum beeinflussen, und mit kleinen Kindern ist ein Automat oft mühsam.

App oder Handy

Apps schneiden ein vorhandenes Foto auf 35 x 45 mm zu. Das Format passt dann, aber Licht, Schatten und Hintergrund bleiben so, wie sie beim Fotografieren waren. Typische Probleme bei Handyfotos zu Hause sind ungleichmäßiges Licht, Schatten an der Wand und ein zu kurzer Abstand, der das Gesicht verzerrt.

Fotograf

Im Studio stimmen Licht, Hintergrund und Zuschnitt von Anfang an. Das lohnt sich vor allem, wenn ein Foto schon einmal abgelehnt wurde, wenn du wenig Zeit hast oder wenn du für mehrere Dokumente gleichzeitig Fotos brauchst.

Passfoto in Wien beim Fotografen: so läuft es ab

Im Studio von Tatiana Weber Fotografie in der Ausstellungsstraße 3/15, 1020 Wien, entstehen Passfotos nach den österreichischen Passbildkriterien. Passfotos beim Fotografen in Wien

Vor der Aufnahme nimmst du die Haare aus dem Gesicht und prüfst die Brille auf Spiegelungen. Trag am besten ruhige Kleidung ohne starkes Muster. Fotografiert wird frontal vor einem hellen, einfarbigen Hintergrund, mit gleichmäßigem Licht ohne Schatten. Das Passfoto bekommst du digital, gedruckte Abzüge in Passfoto-Qualität gibt es auf Wunsch gegen Aufpreis.

Übrigens: Bei jedem Fotoshooting im Studio, zum Beispiel für Bewerbungsfotos oder ein Business-Portrait, bekommst du ein digitales biometrisches Passfoto kostenlos dazu.

FAQ zum Passfoto in Österreich

FAQ zum Passfoto in Österreich

35 mm breit und 45 mm hoch, im Hochformat. Der Kopf nimmt dabei etwa zwei Drittel des Bildes ein.

Höchstens sechs Monate. Außerdem musst du auf dem Foto eindeutig zu erkennen sein.

Für den Führerschein wird ebenfalls ein Passfoto nach den österreichischen Passbildkriterien verlangt, also im Format 35 x 45 mm.

Ja, solange es den Kriterien entspricht und nicht älter als sechs Monate ist. Lass dir dafür gleich mehrere Abzüge machen.

Nein. Der Gesichtsausdruck muss neutral sein, der Mund geschlossen.

Ja, wenn die Augen klar und deutlich zu sehen sind. Spiegelungen auf den Gläsern und ein Rahmen, der die Augen verdeckt, sind die häufigsten Probleme.

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