Ein Foto von eurer Familie sagt mehr als jeder gedruckte Standardgruß. Hier findet ihr neun Ideen für Motive, die eure Weihnachtskarten zu etwas Besonderem machen, von der klassischen Christbaum-Szene bis zum lustigen Bild mit Haustier. Es geht um das Foto selbst: Motiv, Bildaufbau und Stimmung.
Warum Weihnachtskarten mit eigenem Foto so persönlich sind
Euer Foto erzählt eine Geschichte, die kein fertiges Kartendesign erzählen kann. Die Oma sieht, wie groß die Enkel geworden sind. Freunde entdecken den neuen Haarschnitt oder das frisch eingerichtete Wohnzimmer. Eine Karte mit Familienfoto wird selten weggeworfen. Sie landet am Kühlschrank, am Regal oder in der Schachtel mit den Erinnerungen.
Wer jedes Jahr ein Kartenfoto macht, hat nach ein paar Jahren eine kleine Familienchronik. An den Bildern lässt sich ablesen, wie sich euer Leben verändert hat, Jahr für Jahr.
Welches Foto sich für die Weihnachtskarte eignet
Bevor ihr loslegt, lohnt ein kurzer Blick auf das, was eine Karte vom normalen Familienfoto unterscheidet.
Format: Hochformat oder Querformat
Hochformat passt zu klassischen Klappkarten und Porträts. Querformat funktioniert besser bei größeren Gruppen oder wenn der Hintergrund eine Rolle spielt. Überlegt vorher, welche Karte ihr gestalten wollt, und fotografiert im passenden Format.
Platz für den Text
Lasst genug Luft am Rand, damit der Weihnachtsgruß nicht über Gesichter oder wichtige Details läuft. Ein Motiv, das auf dem Bildschirm perfekt aussieht, kann auf der Karte zu eng wirken.
Ruhiger Hintergrund
Eine schlichte helle Wand, ein sanft beleuchteter Christbaum oder eine unscharfe Lichterkette lenken nicht ab. Spielzeughaufen und Wäschekörbe dagegen schon.
Weiches Licht
Warmes, weiches Licht von einer Stehlampe oder Lichterkette wirkt festlich. Harter Blitz macht unschöne Schatten. Und fotografiert gleich mehrere Varianten: ein Familienbild, ein Geschwisterbild, ein Detail, etwas Lustiges. Dann habt ihr beim Gestalten der Karte die Wahl.
Motividee 1: Die Familie vor dem Christbaum
Der Klassiker unter den Kartenmotiven. Stellt den Christbaum leicht seitlich in den Hintergrund, dann verschwimmen seine Lichter weich und die Familie steht im Vordergrund.
Ein Geschenk in der Hand oder eine Christbaumkugel ergänzen die Stimmung. Macht auch eine Variante, in der ihr euch anschaut oder lacht. Das wirkt auf der Karte lebendiger als steifes Posieren.
Motividee 2: Kinder mit Wunschzettel
Wenn eure Kinder noch ans Christkind schreiben, ist dieses Motiv Gold wert. Setzt sie mit Stift und Wunschzettel an den Tisch. Auf dem Zettel darf „An das Christkind" stehen, der Rest bleibt geheim.
Fangt verschiedene Momente ein: konzentriert beim Schreiben, ein verschmitztes Lächeln, ein verträumter Blick. Im Hochformat bleibt oben oder unten Platz für euren Gruß.
Motividee 3: Der Geschwister-Moment
Geschwisterfotos kommen bei Verwandten besonders gut an. Lasst die Kinder miteinander spielen: kichern, flüstern, gemeinsam eine Lichterkette halten. Die große Schwester hält den kleinen Bruder im Arm, oder beide sitzen Rücken an Rücken mit Weihnachtsmützen. Eine Decke oder ein Fellteppich als Untergrund hält das Bild ruhig.
Motividee 4: Drei Generationen mit den Großeltern
Ein Foto mit Oma und Opa macht die Weihnachtskarte besonders berührend. Setzt die Großeltern bequem aufs Sofa, die Enkel rundherum oder auf den Schoß, die Eltern dahinter. Nähe bringt das Bild zum Leben: Hände halten, den Kopf an die Schulter legen, gemeinsam in einem Buch blättern. Querformat passt hier gut, mit Platz für Text oben oder unten.
Motividee 5: Das lustige Familienmotiv
Nicht jede Karte muss besinnlich sein. Rentier-Haarreifen, vertauschte Pullover, Papierkonfetti, das alle gleichzeitig in die Luft werfen, oder überraschte Gesichter vor einem riesigen Geschenkkarton. Lasst trotzdem genug Ruhe im Bild, damit die Karte nicht überladen wirkt.
Motividee 6: Detailaufnahmen
Manchmal braucht es keine Gesichter. Kinderhände, die eine Christbaumkugel halten, Füße in Weihnachtssocken oder die Hände der ganzen Familie um eine Tasse Tee. Haltet den Hintergrund unscharf und konzentriert euch auf wenige Elemente. Ein Detailfoto passt gut auf die Vorderseite einer Klappkarte, das große Familienbild kommt nach innen.
Motividee 7: Die Weihnachtskarte mit Haustier
Für viele Familien gehören Hund oder Katze einfach dazu. Eine Schleife am Halsband, die Katze auf einer kuscheligen Decke, und keine echten Kerzen in der Nähe. Lasst die Kinder mit dem Tier kuscheln. Tiere halten selten lange still, also lieber zügig und spielerisch fotografieren.
Motividee 8: Die Sofa-Szene
Eine Sofa-Szene wirkt wie ein echter Moment aus eurem Advent. Kuschelt euch mit Decken, einem Buch oder einem Teller Kekse zusammen. Schaltet die Deckenlampe aus und nutzt Stehlampe und Lichterkette. Dazu passt ein handgeschriebener Gruß.
Motividee 9: Das schlichte Porträt
Wer es reduziert mag, stellt sich vor eine helle, neutrale Wand, eng nebeneinander, mit einem einzigen weihnachtlichen Akzent: einem kleinen Kranz oder einem Stern. Im Hochformat bleibt viel Raum für Text, und das Foto darf bewusst schlicht bleiben.
Kleidung und Farben, die auf der Karte gut wirken
Abgestimmte Kleidung lässt das Foto ruhiger wirken, ohne dass ihr im Partnerlook auftreten müsst.
| Farbkombination | Wirkung |
|---|---|
| Creme, Beige, Weiß | zeitlos, hell, ruhig |
| Dunkelgrün mit Gold-Akzent | festlich, natürlich |
| Grau mit Weinrot | elegant, warm |
Verzichtet auf große Logos, Neonfarben und sehr unruhige Muster. Kinder sollten sich in ihrer Kleidung bewegen können. Mützen und Schals setzt ihr am besten nur kurz fürs Foto auf, damit niemandem zu warm wird und das Lächeln echt bleibt.
Texte und Grüße für eure Fotokarte
Bild und Text gehören zusammen, und kurze Grüße wirken meist besser als lange Texte.
- Klassisch: „Wir wünschen euch frohe Weihnachten und ein friedliches neues Jahr."
- Locker: „Frohe Feiertage aus Wien, eure Familie."
- Verspielt: „Kekse gebacken, Lichter aufgehängt, wir sind bereit fürs Fest!"
Passt den Ton an das Motiv an: zu einem besinnlichen Bild ein ruhiger Gruß, zu einem lustigen darf es frecher sein. Schreibt das Jahr dazu, dann wird die Karte zum Erinnerungsstück. Und ein paar Worte in eurer eigenen Handschrift machen sie noch persönlicher.
Das Kartenfoto im Studio machen lassen
Ein Studio lohnt sich, wenn ihr euch nicht um Licht, Hintergrund und Bildaufbau kümmern wollt oder wenn wirklich alle aufs Bild sollen, ohne dass jemand hinter der Kamera steht.
Bei Tatiana Weber Fotografie im 2. Bezirk in Wien warten festlich dekorierte Foto-Zonen und ein echter Weihnachtsmann im hochwertigen Santa-Anzug aus den USA. So entstehen Motive, über die sich Familie und Freunde freuen. Weihnachtsfotoshooting in Wien
Stimmt vorher die Kleidung ab, packt das Lieblingskuscheltier ein und überlegt, welche Motive ihr euch wünscht. Aus mehreren Bildern könnt ihr dann Karten für verschiedene Empfänger zusammenstellen.
















